Dienstag, 29. Mai 2018

Der praktische Ratgeber für den gesellschaftlich eher Geringer Bewerteten (Teil I) Achtung: Nicht wirklich satirisch

Heute: Die Erlangung eines Berechtigungsscheins für die Beratungshilfe durch eine Beratungsperson gemäߧ3 BerHG (Beratungshilfegesetz Paragraph 3)

Nicht jedem geht es so gut, dass er seine Tage vergnügt bei Ali am Döner Imbiss verbringen kann, um "Kümmerling-Wettsaufen" auf Zettel zu veranstalten. Nein, so manchem geht es wirklich nicht gut und er, oder sie ist "nicht nur faul"! Und der Nächste der leicht wankend daher kommt, könnte das auch wegen der, bei dieser verdammten Hitze, echt aufs Hirnschlagende Herzmedikamente sein. Wer weiß. Vielleicht aber auch nich..


Und zu dieser recht unangenehmen Situation der mehr, oder weniger Hilflosigkeit, trotz gestärktem und eisernen Willen, kommt dann nich so ein Ding. So ein unglaubliches deutsch bürokratisches, völlig verblödetes Ding, das bei mir das Fass überkochen lässt, oder den Topf laufen gehen sieht, oder wie auch immer. Ihr habt es geschafft, ich bin echt sauer! Stinksauer!

In einem solchen Fall sind so Leute wie wir, also wie ich, deren Jahreseinkommen einem Finanzbeamten lediglich zu der Frage hinreißt: Wer?! Also eben so Leute,  die es locker mit dem Taschengeld eines Yorkshire Terriers aufnehmen könnten und sich die Garderobe, die notwendig wäre in dieser Firma, überhaupt am Pförtner vorbei zu kommen, schlicht weg nicht, bis gar nicht leisten könnten.
Also in einem solchen Fall sind so Leute meisten Am Arsch. Ja eigentlich fast immer.

Aber wie gesagt irgendwann reichts und ich erlaube mir den utopischen Gedanken vor Gericht zu gehen.ok!) um ein Riesen Teil von Unternehmen handelt, ja man könnte fast von einer staatlichen Einrichtung reden, sollte ich auf die Unterstützung eines Anwalts nichts verzichten.
Also so von ganz alleine, ohne das die wollen, dass ich komme. Das könnte ich jetzt tun, also einfach vor Gericht gehen. Aber da es sich bei dem Laden, den ich da mehr oder weniger verklagen will, (Ein Vergleich wäre durchaus auch

Und da sind wir beim nächsten Problem. Also ich. (Seit ich das Kollektiv verlassen habe fällt es mir hier und da noch schwer die Individualität anzuerkennen) Woher einen Anwalt nehmen, außer man hat vielleicht einen alten Schulfreund, oder sogar zwei, die inzwischen erfolgreiche Anwälte geworden sind. Blöd nur, dass die Beide nicht mehr mit mir reden..., na ja ... bin ich jetzt nicht unbedingt unschuldig dran.

Doch wer hätte es gedacht, da gibt es doch von staatlicher Seite, für uns  Gesellschaftswertlosigkeiten eine Möglichkeit. Nämlich den oben erwähnten Berechtigungsschein für die Beratungshilfe durch eine Beratungsperson gemäߧ3 BerHG. Mit dem darf man dann zu einem Anwalt gehen und der darf mir für ein Beratungsgspräch, bei dem  wahrscheinlich raus kommen wird, das ich mir meine Wut und meine Idee in den Dingens schieben kann. Und er darf mit dafür höchsten 15 Euro abnehmen.

Also um diese Bescheinigung zu bekommen ist es von Nöten das ich mich auf die Socken mache, zum jeweilig für mich zuständigem Amtsgericht. Hier gleich ein kleiner Tip. Zuhause nochmal wirklich alles aus den Taschen rausräumen, besonders wenn man eine Umhängetasche bei sich hat und da schon lange nicht mehr aufgräumt hat. Denn alles was irgendwie nach einer Waffe aussieht, oder sogar eine sein könnte, könnte die Sache hier schon gleich mal beenden. Solltest du trotzdem du alles was du in den Taschen hattest durch das Röntgengerät geschoben hast und sich bei selbst Durchgehen durch den Körperscanner dennoch drei Männer auf dich werfen, einer besonders bedacht dir mit seinem Knie das Gesicht zu zerdrücken, dann kann das an der Gürtelschnalle gelegen haben, wie es bei mir der Fall war.

Und nach einem wohlgemeinten Schlag auf die ausgerenkte Schulter und den, wahrscheinlich als Entschuldigung gedachten Satz: "Nüscht für Ungut Kollege!" hatte ich es zumindest in den Wartebereich des für meinesgleichen eingerichteten Teil. Der andere war für Kirchenaustrittler. Nummer ziehen und dann gebannt auf den Kasten starren, in dem auch deine Nummer irgendwann auftauchen wird.

Ja, so leid es mir tut, aber das war es jetzt schon. Ich habe schließlich meinen Schein bekommen und habe das Gebäude unbeschadet wieder verlassen können. Nun liegt es an der Wahl das Anwalts. Ich werde berichten wie es weiter ging, äh also geht.

Sollte sich hier zufällig ein Anwalt unter den Lesern befinden, der Lust hat einer Krankenkasse mal eine in die Magengrube zu verpassen ..., meine E.Mailadresse ist ja hier bekannt.

In ein paar Tagen geht es weiter ..., bis dahin lebt ..., ja ...ne ...

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